Theresa Schopper, Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
dot dot dot dot dot dot dot
             
             
   

Unterstützung des Hebammenprotests: Geburtshaus in Augsburg muss erhalten bleiben!

Zusammen mit der Grünen Bezirksrätin Kirsi Hofmeister-Streit, der Augsburger Stadträtin Martina Wild, Kreisverband Augsburg Vorsitzende Antje Seubert und Mitglied im Vorstand Stephanie Schuhknecht war ich am 21. November 2012 im Geburtshaus am Jakobertor in Augsburg eingeladen.

Die Situation der Hebammen in Bayern beschäftigt mich schon lange und treibt mich um. Ich nutze immer gerne die Gelegenheit mich vor Ort über ihre Situation zu informieren. Die Hebamme Petra Maoro schilderte eindrücklich ihre tägliche Arbeit und die schwierige Situation vor der sie steht. Voller Stolz berichtet sie vom neu gegründeten Förderverein „Geburtshaus am Jakobertor“, der mittlerweile schon 1.200 Euro für das Jahr 2012 gesammelt hat.

Den Zielen des Fördervereins kann ich mich voll und ganz anschließen: Außerklinische Geburten in Augsburg und Umgebung müssen  erhalten werden. Frauen müssen die Möglichkeit haben eine Auswahl zu treffen, ob sie im Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder zu Hause gebären möchten. Diese Optionen werden aber immer schwieriger aufrechtzuerhalten zu sein, da freiberufliche Hebammen unter einen immer größeren Druck geraten. Vor allem stark gestiegene Kosten für vorgeschriebene Versicherungen bedrohen freiberufliche und in der Geburtshilfe tätige Hebammen in ihrer Existenz. Wir Grüne sind schon politisch tätig geworden um Vorgaben, die den Hebammen das Leben schwer machen, zu hinterfragen - wie z.B. warum Hebammen 30 Jahre haften, wohingegen ÄrztInnen mit 20 Jahren aus der Haftung entlasten werden.

Geburtshaus in Augsburg

Bei dem Gespräch und der Führung durch das Geburtshaus hat Stadträtin Martina Wild auch klar gemacht, dass auch die Kommunen bei dem Thema gefragt sind. Sie forderte die Stadt auf, nach Wegen zu suchen, wie das Geburtshaus unterstützt werden kann. Eine solche Möglichkeit gehört nach unserem Grünen Verständnis zur sozialen Infrastruktur einer Großstadt. Es liegt im Interesse der Stadt, dass es für schwangere Frauen und Familien unterschiedliche Anlaufpunkte gibt. Kirsi Hofmeister-Streit, Bezirksrätin unterstrich, dass Hebammen zwar auch für die Vor- und Nachsorge von Frauen zuständig sind, aber ihr Kerngeschäft die Begleitung der Geburt ist. Wenn sie aus haftungs- und versicherungstechnischen Gründen dieser Aufgabe nicht mehr nachgehen können, droht ein über Jahrhunderte hinweg gewachsener Berufsstand mit wichtigen Kompetenzen auszusterben.

Die Vorsitzende der Augsburger Grünen Antje Seubert unterstrich im Gespräch die Wichtigkeit des Fördervereins. Für sie zeigt es, dass das Geburtshaus eine wichtige Einrichtung in Augsburg ist und unbedingt erhalten bleiben muss. Wir Grüne werden uns auch in Zukunft verstärkt dafür einsetzen, dass freiberufliche Hebammen wieder einen Fuß auf den Boden bekommen und Familien und Frauen weiterhin frei entscheiden können, wo sie ihre Kinder gebären möchten.

Mehr Informationen über das Geburtshaus am Jakobertor weiter
Der Förderverein kann auch bei Facebook geliked werden weiter
Die Pressemitteilung der Augsburger Grünen weiter
Der Bericht von a.tv weiter

 

Geburtshaus in Augsburg

 

 
             
  Kontakt Impressum Sitemap     zum Seitenbeginn