Theresa Schopper, Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
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Landesvorsitzende Theresa Schopper auf Gerechtigkeits-Tour im Allgäu

Erste Station: Das Jobcenter Mindelheim

Zusammen mit den Grünen vor Ort war ich am 3. und 4. Mai 2012 auf Tour im Allgäu unterwegs, u.a. zum Thema „Gerechtigkeit“. Am Samstag 5. Mai fand unser mittlerweile fünfter Zukunftskongress der Bayerischen Grünen genau zu diesem Thema statt. „Was hält die Gesellschaft zusammen?“ weiter – dieser Frage haben wir uns mit Workshops, Podiumsdiskussion und Input von ExpertInnen genähert.
Für mich ist wichtig, sich dem Thema nicht nur theoretisch zu nähern, sondern auch Einblicke in die Praxis zu bekommen und diese als „gelernte Sozialpolitikerin“ in die parlamentarische Arbeit einfließen zu lassen.

Jobcenter in Mindelheim
Deswegen war ich am 3. Mai zu Besuch im Jobcenter in Mindelheim. Zusammen mit der Grünen Kreisvorsitzenden im Unterallgäu Doris Kienle habe ich mich über die Gegebenheiten vor Ort informiert. Das Jobcenter Mindelheim arbeitet eng mit der Arbeitsagentur und dem Landkreis zusammen. Frau Haberzettl und Herr Zwinger gaben uns einen Überblick über die Hilfsbedürftigen im Unterallgäu: Es gibt eine hohe Anzahl an Langzeit- und Dauerkranken, die jahrelang arbeitsunfähig sind, ebenso spielt das Thema Verschuldung im Unterallgäu eine Rolle. Deswegen ist die Caritas-Schuldenberatung zwei Mal monatlich im Haus und berät Menschen die kurz vor der Privatinsolvenz stehen.
Besonders interessiert hat mich das Thema Übergang von der Schule zum Beruf: Hier die positive Nachricht, im Unterallgäu gibt es mehr Ausbildungsplätze als BewerberInnen. Es gibt im Jobcenter Mindelheim eine Mitarbeiterin die nur für die unter 25-jährigen zuständig ist und ca. 150 Jugendliche auf ihrem Weg in den Beruf betreut.
Zum Thema Gerechtigkeit gehört natürlich auch die Gleichstellung von Männern und Frauen. Frau Haberzell, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsplatz ist, berichtete uns von der Situation der Frauen im Unterallgäu. Mit ein Grund für die Arbeitslosigkeit von Frauen sind die Schwierigkeiten, geeignete Kinderbetreuung zu finden. Denn im Unterallgäu haben viele Kindergärten noch Mittagspause – das ist für arbeitende Mütter natürlich nicht machbar. Eine bessere Ausstattung an Kinderbetreuung tut Not – denn jedes Jahr ohne Arbeit kann die Folge von Altersarmut der Frauen erhöhen. Ebenso ist der öffentliche Nahverkehr nicht gut genug ausgebaut, der aber für den Weg zur Kinderbetreuung und auf dem Weg zur Arbeitsstelle wichtig wäre.
Auch die Themen ältere ArbeitnehmerInnen und Menschen mit Handicap und deren Arbeitssituation haben Doris Kienle und ich angesprochen: Das Programm „Perspektive 50plus“ kommt im Unterallgäu gut an, dort wurden gute Erfahrungen mit der Vermittlung von älteren ArbeitnehmerInnen gemacht. In Kempten, Kaufbeuren und Neu-Ulm gibt es Integrationszentren, bei denen Aktivierungsmaßnahmen über Bildungsträger angeboten werden.
Bei dem Besuch hat man wieder gemerkt, an wie vielen Stellschrauben man drehen muss, um der Gerechtigkeit näher zu kommen. Jeden Tag ein bisschen mehr dafür arbeiten, dass Bayern gerechter wird. Gerechter im Zugang zu Arbeit, gerechter beim Thema Entlohnung und gerechtere Verteilung der Mittel – alles Ziele für die es sich Tag für Tag zu kämpfen lohnt!

Weiter gings mit dem Besuch der ÖKO-HAUS GmbH in Eppishausen weiter

 

 

 
             
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