Theresa Schopper, Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
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Besuch beim Landesverband des Paritätischen in Bayern

Am 29. Juni 2012 besuchten die Landesvorsitzende Theresa Schopper und die Frauenreferentinnen des Landesverbands den Paritätischen in Bayern zu einem Hintergrundgespräch zum Thema „Gewalt gegen Frauen in Bayern“. Der Paritätische war vertreten durch Margit Berndl (Vorstand Verbands- und Sozialpolitik) und Antje Krüger (Referentin Frauen und Familie). Beim Paritätischen in Bayern als Dachverband sind die meisten bayerischen Frauenhäuser und Frauennotrufe organisiert.

Frau Berndl und Frau Krüger berichteten eingangs von dem  gerade in Berlin vorgestellten  Rechtsgutachten, das die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Auftrag gegeben hat. Dies kommt zum Ergebnis, dass Frauen und Kinder einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe haben. Dann müsste der Bund Versorgung und Finanzierung von Frauenhäusern und Frauennotrufen sicherstellen. Die Bundesregierung hat selbst ein Gutachten zum Thema in Auftrag gegeben und es bleibt abzuwarten, zu welchem Ergebnis dieses kommt. Wir Grünen setzten und schon lange dafür ein, dass die Frauenhäuser- und Notrufe in Bayern eine solide und sichere Finanzierung bekommen.

Wichtiges Anliegen des Paritätischen und auch der Grünen ist die Einrichtung eines speziellen Beratungsangebotes für Frauen bei häuslicher Gewalt - die Interventionsstellen - angegliedert an Frauenhäuser oder Notrufe. Sie arbeiten mit der Polizei zusammen und gehen in einer akuten Gefahrensituation auf die Frauen zu und bieten Hilfe an.
Die Grünen im Landtag haben dazu bereits einen Antrag gestellt.

Aktuell beobachten die Vertreterinnen des Paritätischen, dass in den bayerischen Frauenhäusern die Zahl der hilfesuchenden Frauen zunimmt, die zusätzlich ein Suchtproblem oder eine psychische Erkrankung haben. Hier gibt es ihrer Meinung nach eine Versorgungslücke, da die Frauenhäuser für Frauen mit diesen speziellen Problemlagen nicht geeignet sind und sie auch nicht aufnehmen dürfen.

Mit Sorge beobachtet Frau Berndl, dass das Thema „Gewalt gegen Frauen“ in der Gesellschaft nur wenig Aufmerksamkeit findet. Insbesondere hält Sie es für wichtig, dass auch die Gewalt gegen Frauen mit Behinderung in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und die Frauen Schutz und Hilfe erhalten. Denn Frauen mit Behinderung sind überdurchschnittlich von Gewalt betroffen. Gemeinsam diskutieren wir, wie das Thema „Gewalt gegen Frauen“ generell in der Öffentlichkeit bekannter wird und wieder mehr Gewicht bekommen kann. Wir Grünen werden auf jeden Fall bei unserer Arbeit in der Landtagsfraktion und im Landesverband nicht locker lassen: Denn Gewalt gegen Frauen findet in der Mitte unserer Gesellschaft statt. Das ist ein Skandal. Darauf werden wir immer wieder aufmerksam machen und uns dafür einsetzen, dass alle betroffenen Frauen gute und schnelle Hilfe bekommen.

Text verfasst von Silke Rapp, Frauenreferentin Grüne Bayern

 

Besuch beim Landesverband des Paritätischen in Bayern

 

 
             
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