Theresa Schopper, Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
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Grüne in Füssen auf Unternehmenstour:
1. Station: Agentur für Arbeit

Zusammen mit Hubert Endhardt, stellv. Landrat Ostallgäu und Ingrid Stubbe, Vorsitzende Grüne Füssen, war ich am 28. Juni 2012 auf Unternehmenstour in Füssen und Halblech.

Der Tag begann mit einem interessanten Gespräch bei der Agentur für Arbeit in Füssen. Peter Litzka, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Kempten, Horst Holas, operativer Geschäftsführer der Arbeitsagentur Kempten und Füssens Arbeitsagenturleiterin Erika Weber gaben Ingrid Stubbe und mir einen Einblick in ihre tägliche Arbeit und die Herausforderungen und Chancen im Ostallgäu.
Der Arbeitsmarkt im südlichen Ostallgäu entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Im Juni 2012 betrug die Arbeitslosenquote 2,6%. Vor einem Jahr lag sie noch bei 3,1%. Fast 100 Menschen weniger, nämlich 608 Personen, waren im Juni auf der Suche nach Arbeit.

Agentur für Arbeit in Füssen
Theresa Schopper, MdL (Landesvorsitzende der bayerischen Grünen), Ingrid Stubbe (Vorsitzende Grüne Füssen), Peter Litzka (Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Kempten), Horst Holas (operativer Geschäftsführer der Arbeitsagentur Kempten) und Erika Weber (Füssens Arbeitsagenturleiterin)


Die Zahlen klingen gut, schnell kamen wir in unserem Gespräch auf die Herausforderungen für die Region: Knapp 40% der arbeitslos gemeldeten Menschen sind 50 Jahre oder älter. Frau Weber betonte, dass sich in dieser Gruppe ein Potential verbirgt, von dem auch die Firmen profitieren können. Besonders interessiert hat mich das Thema saisonale Verteilung von Arbeitssuchenden im Hotel- und Gastronomiebereich. Gerade in den Wintermonaten müssen sich viele Beschäftigte in diesem Bereich als arbeitslos melden. Die Agentur für Arbeit versucht diese Problematik abzumildern, in dem sie z.B. alternative Beschäftigungsmöglichkeiten in Österreich probiert anzubieten oder das Thema Arbeitszeitkonto bei den Betrieben stärker ins Gespräch bringt. Der Eintritt von Frauen nach der Familienpause und die Aufklärung über die gesetzlichen Regelungen stehen ebenfalls auf der Agenda von der Agentur für Arbeit.
Ganz aktuell sind wir auch auf das Thema "Schleckerfrauen" angesprochen worden. Im Allgäu sind rund 40 Personen von der Schließung betroffen, erste Erfolge lassen sich aber verkünden: Knapp die Hälfte der Frauen sind schon wieder in anderen Beschäftigungsverhältnissen untergekommen, für den Rest wird noch intensiv gesucht. Gerade in einer Flächenregion wie im Allgäu wurde von uns allen der Vorschlag, sollen die Schleckerfrauen doch zu Erzieherinnen weitergebildet werden, als vollkommen an der Realität und den Wünschen der Frauen vorbei, bewertet. 
Von der Arbeitslosigkeit zur Ausbildung war der zweite Schwerpunkt des Gesprächs. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels muss eine Region sehen, wie sie sich diesbezüglich aufstellt. Auch im Ostallgäu bleiben von Jahr zu Jahr mehr Lehrstellen offen. Besonders interessant war die Diskussion über die Berufswahl von jungen Männern und Frauen und wie sehr diese noch klischeebeladen ist. Junge Frauen konzentrieren sich immer noch auf ein viel engeres Spektrum an „typisch weiblichen“ Berufen. Die Agentur für Arbeit ist mit dabei, junge Frauen für die sogenannten MINT-Berufe zu sensibilisieren und interessieren.
Das ist wichtig, so gibt es im Ostallgäu viele Firmen, die gezielt naturwissenschaftliches und technisches Personal benötigen. Ein Beispiel ist dafür die Otto Bihler Maschinenfabrik GmbH & Co. KG weiter, die wir nach dem interessanten Gespräch bei der Agentur für Arbeit besuchten.

 

 

 
             
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