Theresa Schopper, Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
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Besuch in der Gesundheitsstadt Bad Wörishofen

Am Freitag, 2. März 2012 war ich zusammen mit meinem Landtagskollegen Thomas Gering und den Grünen aus dem Kreisverband Unterallgäu weiter Heinz Steil (Kreisrat Landkreis Unterallgäu), Michael Scharpf (Stadtrat Bad Wörishofen) und Rolf Falks (Ortsvorsitzender der Grünen in Bad Wörishofen) bei der Kurdirektion mit anschließender Besichtigung des Kneippianum eingeladen.

Bei Nebel in München gestartet, kamen wir bei strahlendem Sonnenschein in Bad Wörishofen an. Von Rolf Falk gab es eine kleine Ortsführung durch die Innenstadt und einen kurzen Überblick über die Geschichte der Kurstadt. 1855 kam Sebastian Kneipp als Beichtvater nach Wörishofen. Seine Heilkunst hatte sich schnell herumgesprochen, immer mehr Menschen erhofften sich Hilfe und Bad Wörishofen wurde zum internationalen Kurort. Noch heute ist die Kneipp-Therapie im Angebot des Kurorts verankert.

Besichtigung Bad Wörishofen

Besichtigung Bad Wörishofen

Bei dem Gespräch mit Kurdirektor Thomas Götz war auch Bürgermeister Klaus Holletschek dabei. In den letzten Jahren gab es eine starke Veränderung im Kurwesen – Wellness ist gefragt. Der Strukturwandel ist auch in der Kurstadt Bad Wörishofen in vollem Gange.

Gespräch mit Bürgermeister Holletschek

Im Gespräch mit Bürgermeister Holletschek

Wir kamen schnell auf mein Herzensthema dem demografischen Wandel zu sprechen. Schon jetzt sind 40% der Menschen in der Kernstadt von Bad Wörishofen über 65 Jahre alt, der demografische Wandel greift hier vor. Für die Politik ist es eine Herausforderung das Zusammenleben der Stadt zu gestalten. Wir diskutieren die unterschiedlichen politischen Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels. Der Kurort mit den vielen Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und Präventionsmöglichkeiten ist eine große Stütze der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Wie bei meinem Fachgespräch „Gesundheitsversorgung der Zukunft” vom 3.2.2012 weiter diskutiert, sind eine vernetzte Versorgung und sektorübergreifende Versorgungsplanung wichtige Instrumente. Die Zusammenarbeit, Bündelung und Vernetzung von Ressourcen sind die Herausforderungen für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung und Pflege im ländlichen Raum. Auch die nichtärztlichen Gesundheitsberufe und Gesundheitseinrichtungen tragen einen wesentlichen Beitrag zur lokalen und regionalen Versorgung bei. Die Kurorte werden vom Freistaat bislang stiefmütterlich behandelt, da muss ein Umdenken geschehen.

Das Bewusstsein für Gesundheit steigt immer mehr. Auch dabei ist das Kurwesen für die Prävention in einer alternden Gesellschaft von hoher Bedeutung. Die Basis in Bad Wörishofen ist eine hohe Gästebeziehung, so Kurdirektor Thomas Götz, manche Gäste kommen schon seit vielen Jahren immer wieder nach Wörishofen. Letztes Jahr gab es ein Gästerekord mit 121.000 BesucherInnen. Im Durchschnitt bleiben die Gäste 6,5 Tage im schönen Allgäu. Der Schwerpunkt ist und bleibt der Gesundheitsurlaub. In diesem Bereich möchte sich die Stadt weiter entwickeln. In der Stadt wird viel investiert: So soll zum Beispiel ein „Barfußrundweg” zum Thema sanftes Wandern gestaltet werden. Erst vor kurzem wurde das Kurtheater nach einer Generalsanierung wieder eröffnet und erstrahlt jetzt im neuen Glanze. Bürgermeister Holletschek lobte die gute Arbeit von unserem Grünen Stadtrat Michael Scharpf, der sich dafür sehr eingesetzt hat.

Michael Scharpf, Thomas Götz, Theresa Schopper MdL, Klaus Holletschek, Thomas Gering MdL, Heinz Steil und Rolf Falk

Gruppenbild (v. inks nach rechts: Michael Scharpf, Thomas Götz, Theresa Schopper MdL, Klaus Holletschek, Thomas Gering MdL, Heinz Steil und Rolf Falk)

Nach dem interessanten Gespräch wurden wir noch im Kneippianum herumgeführt. Das Kneippianum wurde 1896 als dritte Stiftung von Sebastian Kneipp gegründet. Zuvor wurden die  Stiftungen Sebastianum und Kneipp'sche Kinderheilstätte eröffnet. Im Laufe der Zeit hat sich das Kneippianum immer weiterentwickelt. Mittlerweile wurde die Idee der ganzheitlichen Gesundheitslehre Kneipp mit Wellness und Wohlfühlen in Einklang gebracht.

Vor Ort durften wir gleich mal das „Kalte Armbad“ ausprobieren:

Kaltes Armbad

Kaltes Armbad

Bevor es wieder zum Zug ging, gab es noch den Geheimtipp von Michael Scharpf im Ort: Leckeren Gemüsesaft! Da erzählte er uns auch gleich noch von dem traditionellen „Festival des schwulen Films”, dass er am 10.11.2012 wieder in Bad Wörishofen organisieren wird – im fertig restaurierten Kurtheater!

 

 

 
             
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