Theresa Schopper, Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
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Grüner „Bildungsgipfel“ in Hopfen am See

„Schulfrieden kann es auch in Bayern geben“, sagt die Grünen-Landesvorsitzende Theresa Schopper. Vorbild könne das rot-grün regierte Nordrhein-Westfalen sein.  Hier hat sich die nordrhein-westfälische Kultusministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Grüne) mit der Opposition auf vorerst zwölf Jahre Schulfrieden geeinigt, um aus der öffentlichen Debatte die Schärfe zu nehmen und alternativen Schulmodellen Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Seit dieser Entscheidung vor zweieinhalb Jahren ist viel geschehen. „Die Schulen dort hängen nicht mehr am Gängelband des Kultusministeriums“, erläutert Schopper, „sondern können beispielsweise über 90 Prozent ihrer Lehrereinstellungen selbst entscheiden.“ Darüber hinaus werde die Ganztagsbetreuung an Grundschulen finanziell erheblich mehr gefördert, es gebe im Bereich der frühkindlichen Bildung Sprachtests schon ab vier Jahren und eine funktionierende Kooperation von Vereinen und Schulen bei der Nachmittagsbetreuung.

Sylvia Löhrmann weilte am Wochenende auf Einladung Schoppers und des bildungspolitischen Sprechers der Grünen Landtagsfraktion, Thomas Gerhing, in Füssen; genauer gesagt in Hopfen am See. Dort, im Biohotel Eggensberger, macht sie schon seit zehn Jahren regelmäßig Urlaub und genießt die Annehmlichkeiten der „Allgäuer Riviera“. Diesmal aber war sie als Bildungspolitikerin hier und lud Schulleiterinnen aus der Region zum Kamingespräch. Ihnen schilderte sie die Besonderheiten des Schulfriedens in Nordrhein-Westfalen, bei dem es nicht darum geht, einzelne Schulformen oder gar das Schulsystem an sich abzuschaffen. Stattdessen gab man bislang 129 Schulen mit einem Modell des längeren gemeinsamen Lernens Raum zur Entfaltung – sie entwickelten sich neben bereits bestehenden Gesamtschulen im Land. „Auf diese Weise lassen sich bessere Lernprozesse schaffen und Kinder und Jugendliche individueller fördern“, weiß Thomas Gehring. Und: diese neuen Schulmodelle seien „die richtige Antwort auf den demografischen Wandel und können helfen, Schulen und Infrastrukturangebote auch in kleineren Kommunen am Ort zu halten“, so Gehring.

Die Resonanz bei den Schulpraktikerinnen war durchwegs positiv; mit ihrem „klugen Blick auf die Schullandschaft“ (Theresa Schopper über Sylvia Löhrmann) verstand es die Grünen-Politikerin aus Nordrhein-Westfalen, die Herzen der Anwesenden zu erobern. Am Abend vor ihrem Besuch in Füssen hatte Sylvia Löhrmann in Augsburg an einer Podiumsdiskussion zu Bildungsthemen teilgenommen, am Sonntag stand eine Matinee im Theater Kempten auf dem Programm. Dazwischen aber durfte die obligatorische Seerunde von und nach Hopfen nicht fehlen.

 

Grüner „Bildungsgipfel“ in Hopfen am See
Theresa Schopper, Sylvia Löhrmann, Thomas Gehring

 
             
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