Theresa Schopper, Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
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Frauenhandel im 21. Jahrhundert

Frauenhandel im 21. Jahrhundert – und das in Deutschland? Man möchte es kaum glauben, dennoch sind Menschenhandel und Zwangsprostitution grausame Realität.
Aufgerüttelt durch den Tatort „Wegwerfmädchen“ beschlossen die beiden Landtagsabgeordneten Theresa Schopper (Grüne) und Isabell Zacharias (SPD), am Vorabend des Internationalen Frauentages auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Da die Politikerinnen auch im Beirat der Katholischen Mädchensozialarbeit IN-Via sitzen, die wiederum Gesellschafterin des ökumenischen Projekts JADWIGA  „Stop dem Frauenhandel“ ist, entstand der Gedanke einer Benefizveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführerin Stop dem Frauenhandel, Juliane von Krause, sowie der Leiterin der Fachberatungsstellen JADWIGA, Monika Cissek-Evans. Die beiden Fachfrauen schilderten eindrücklich, was die Opfer von Frauenhandel erleiden: Sie werden betrogen und verraten, durch Vergewaltigungen eingeschüchtert, ihrer Freiheit beraubt und zur Prostitution gezwungen, ohne dass sie dafür bezahlt würden. Genauso ergeht es Frauen, die in ausbeuterische Arbeit verkauft werden. JADWIGA hilft den Frauen, die schwerste Menschenrechtsverletzungen erlitten haben: Die psycho-soziale Beratung und Betreuung soll die Klientinnen zu einem eigenständigen Leben befähigen – wichtiges Prinzip dabei ist die muttersprachliche Beratung.
Der Situation in München widmete sich der Erste Kriminalkommissar Uwe Dornhöfer. Als ehemaliger Leiter der Sitte weiß er genau, wovon er spricht: Im Münchner Stadtgebiet gibt es zurzeit 2.800 legale Prostituierte, die in 180 Betrieben beschäftigt sind; damit stagniert die Zahl seit drei Jahren. Auffällig ist indes – bedingt durch die EU-Osterweiterung im Jahr 2007 - ein starker Wandel im Milieu. So hat die Zahl der rumänischen Prostituierten stark zugenommen, während der Anteil der deutschen Prostituierten in den letzten zehn Jahren von über 70 auf knapp 20 Prozent gesunken ist. Kritisch sieht Dornhöfer vor allem das derzeitige Prostitutionsgesetz, dem jegliche Ausführungsbestimmung fehlt. Er beklagt zudem die Personalnot bei der Polizei und fordert einen besseren Schutz für junge Frauen.
Lebhaft war die Diskussion mit dem gut informierten und interessierten Publikum. Blieb zum Schluss die Forderung an die Politik: Eine ordentliche Regelfinanzierung für mehr Personal und Prävention.

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Zeitungsartikel "Verschleppt, verkuppelt, verfolgt", SZ 25. Januar 2013 weiter

 

Frauenhandel im 21. Jahrhundert
Theresa Schopper, MdL, Isabell Zacharias, MdL, Uwe Dornhöfer, Monika Cissek-Evans und Juliane von Krause

 
             
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