Theresa Schopper, Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
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Verkehrsexperte Dr. Anton Hofreiter, MdB und Landesvorsitzende Theresa Schopper, MdL zu Gast bei den Marktoberdorfer Bürgermeistern

Am 28 August 2013 besuchten Dr. Anton Hofreiter, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Verkehrsausschusses und Theresa Schopper, Ostallgäuer Kandidatin für den Landtag und Landesvorsitzende der Bayerischen Grünen den zweiten und dritten Bürgermeister von Marktoberdorf, Walter Schilhansl und Axel Maaß, um gemeinsam mit dem Stadtbaumeister Peter Münsch örtliche Verkehrsthemen zu besprechen.

Zunächst wurden von Stadtbaumeister Peter Münsch die lokalen Verkehrsprobleme, wie zum Beispiel die Problematik der Ortsumfahrungen Marktoberdorf und vor allem Bertoldshofen angesprochen. Bertoldshofen wird zu der eigenen Verkehrsbelastung ab Ende dieses Jahres durch den umgeleiteten Verkehr der Ortsumfahrung Marktoberdorf zusätzlichen Verkehr bekommen. Eine Umfahrung von Bertoldshofen kann im Moment nicht realisiert werden. Der grüne Bertoldshofener Christian Vavra beschrieb die Befürchtungen der Bertoldshofener, von einem ruhigen Dorf zu einem Mittelpunkt der Verkehrsströme zu werden.

Herr Hofreiter gab dann (auch im Hinblick auf die gewünschte Ortsumfahrung Rieder) Einblick in den Bundesverkehrswegeplan, welcher auch den Neubau von Straßen umfasst. Der Bundesverkehrswegeplan unterscheidet in vordringliche und weitere Projekte, wobei die vordringlichen Projekte nicht, wie in der Vergangenheit, als Garant für eine baldige Finanzierung gesehen werden können.

Der jetzige Bundesverkehrswegeplan, der bis 2015 gilt, beinhaltet noch Projekte im Wert von 70 Milliarden Euro, die nicht erfüllt werden können bis er ausläuft (davon 40 Milliarden für vordringliche Projekte). Unter heutigen (inflations- und lohnsteigerungsangepassten) finanziellen Bedingungen aus dem Etat des Verkehrsministeriums würde es 160 Jahre dauern, diesen Investitionsstau abzubauen. Und dennoch hat Bayern bereits jetzt neue Projektwünsche in Milliardenhöhe angemeldet.

Toni Hofreiter hierzu: „Ich kann Gemeinden mit Verkehrsproblemen nur dazu raten, sich gut zu überlegen, ob sie sich auf Straßenneubau, also den Wunschzettel Bundesverkehrswegeplan verlassen oder ob sie nach lokalen und schnellen Alternativen suchen. Es braucht hier dringend eine Priorisierung der Projekte durch den Freistaat.“

Stadtbaumeister Münsch skizzierte dann die Planungen des Busbahnhofs in Marktoberdorf, der von Schwierigkeiten mit der Deutschen Bahn geprägt ist: nachdem die Stadt Marktoberdorf der Bahn Flächen am Bahnhof abkaufte, um dort später den Busbahnhof und Park & Ride-Parkplätze zu errichten wurde bekannt, dass sich auf den gekauften Flächen noch Anlagen der Bahn befinden. Begleitet durch ein häufiges Wechseln der Ansprechpartner bei der Bahn erhob die Bahn Forderungen an die Stadt, diese Anlagen zu finden und zu beseitigen beziehungsweise umzulegen. Die Bahn als Verursacher weiß also nicht wo ihre Anlagen liegen, aber die Stadt soll diese Maßnahmen bezahlen. Dadurch geriet das Projekt Busbahnhof ins Stocken.
Die Bürgermeister Schilhansl und Maaß ergänzten, dass die Gespräche mit der Bahn weiter liefen, man den Busbahnhof aber so bald wie möglich realisieren wolle – auf den Flächen der Bahn, wie ursprünglich beim Erwerb der Flächen geplant. Die Grüne Stadträtin Clara Knestel äußerte ebenfalls Unverständnis über diese Vorgänge.

Theresa Schopper kommentiert:
„Die Verbindung von Bus und Bahn wird durch die räumliche Nähe erleichtert. Dieser Busbahnhof ist wichtig für Marktoberdorf und für die Stärkung des ÖPNV. Die Probleme mit der Bahn erinnern mich an einen Schildbürgerstreich und ich kann nur hoffen, dass diese Differenzen bald ausgeräumt sind und die Bahn ihren Verpflichtungen nachkommt“.

 

Verkehrsexperte Dr. Anton Hofreiter, MdB und Landesvorsitzende Theresa Schopper, MdL zu Gast bei den Marktoberdorfer Bürgermeistern

 
             
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